Freitag, 15. März 2013
Lesetipp
Freitag, 22. Juni 2012
Neues Diagnoseverfahren bei Alzheimer
Weltweit
sind 38 Millionen Menschen an Morbus Alzheimer erkrankt, in Deutschland
gibt es derzeit etwa 1,2 Millionen Patienten mit dieser Diagnose. Die
einzige sichere Erkenntnis über die Krankheit ist, dass man sie bislang
nicht heilen kann. Über die Ursachen herrscht unter Experten große
Uneinigkeit, neue Therapieansätze scheitern regelmäßig. Forscher haben
nun ein neues Verfahren zur Diagnose an lebenden Patienten entwickelt
Frühzeitige Diagnose
Ein neues Verfahren, das ein internationales Forscherteam an der Klinik und Polyklinik für Nuklearmedizin in Leipzig entwickelt hat, kann zwar nicht den Verlauf der Krankheit ändern, aber es ermöglicht eine frühzeitige Diagnose, noch bevor die Krankheit sichtbar wird. Bei dem Verfahren wird den Patienten eine schwach radioaktive Substanz gespritzt, durch die schon in frühen Stadien der Krankheit die betroffenen Gehirnregionen sichtbar werden. Ein Vorteil dieses Verfahrens ist die frühzeitige Unterscheidung zwischen Alzheimer und anderen Formen der Demenz.Wenn Forscher an und mit Patienten Therapien entwickeln wollen, müssen sie wissen, dass sie es tatsächlich mit Alzheimerpatienten zu tun haben.
Quelle:DRadio WISSEN
Donnerstag, 21. Juni 2012
Tiere tun für Demenz erkrankten Menschen gut
Haustiere können Abwechslung und Freude in das Leben von Menschen bringen, die unter Demenz leiden. Wenn Demenz erkrankte Menschen in ihre eigene Welt sich zurückziehen und es für Pflegekräfte und Angehörige immer schwieriger wird, Zugang zu den Patienten finden, kann beispielsweise ein Hund für die Betroffenen ein Türöffner in unsere Welt sein.
Indem das Tier seine Zuneigung durch Schwanzwedeln, Anstupsen oder Anschmiegen direkt äußert und Stimmungen und Gefühle der Erkrankten intuitiv erfasst, ist zwischen Mensch und Tier eine Kommunikation auf einer emotionalen Ebene möglich, die nicht von der Krankheit betroffen ist.
Aus diesem Grund werden in manchen Pflegeeinrichtungen speziell ausgebildete Hunde eingesetzt,
die Menschen mit Demenz Nähe, Wärme und Trost geben. Auch bei der häuslichen Pflege kann ein Tier die Verbindung zwischen dem Erkrankten und den Angehörigen stärken.Oftmals löst ein Tier bei demenziell erkrankten Menschen den Wunsch aus, für es zu sorgen und es zu pflegen.
Das Gefühl, gebraucht zu werden und eine Aufgabe zu haben, stärkt das Selbstbewusstsein der Betroffenen und ermuntert sie zur Aktivität.
Daher kann ein Haustier die Lebensqualität und die psychische Gesundheit von Demenz-Kranken erheblich verbessern.
Menschen die bereits ein Haustier haben, kann es den Weg ins Altersheim erleichtern, wenn sie ihr Haustier behalten können. „Inzwischen haben sich etliche Einrichtungen dazu entschlossen, dass Heimbewohner zusammen mit ihrem Haustier einziehen dürfen.
Indem das Tier seine Zuneigung durch Schwanzwedeln, Anstupsen oder Anschmiegen direkt äußert und Stimmungen und Gefühle der Erkrankten intuitiv erfasst, ist zwischen Mensch und Tier eine Kommunikation auf einer emotionalen Ebene möglich, die nicht von der Krankheit betroffen ist.
Aus diesem Grund werden in manchen Pflegeeinrichtungen speziell ausgebildete Hunde eingesetzt,
die Menschen mit Demenz Nähe, Wärme und Trost geben. Auch bei der häuslichen Pflege kann ein Tier die Verbindung zwischen dem Erkrankten und den Angehörigen stärken.Oftmals löst ein Tier bei demenziell erkrankten Menschen den Wunsch aus, für es zu sorgen und es zu pflegen.
Das Gefühl, gebraucht zu werden und eine Aufgabe zu haben, stärkt das Selbstbewusstsein der Betroffenen und ermuntert sie zur Aktivität.
Daher kann ein Haustier die Lebensqualität und die psychische Gesundheit von Demenz-Kranken erheblich verbessern.
Menschen die bereits ein Haustier haben, kann es den Weg ins Altersheim erleichtern, wenn sie ihr Haustier behalten können. „Inzwischen haben sich etliche Einrichtungen dazu entschlossen, dass Heimbewohner zusammen mit ihrem Haustier einziehen dürfen.
Richtig essen und trinken bei Demenz
Denn: Bei Demenzkranken nehmen das Hunger und auch das Durstgefühl häufig stark ab oder geht vollständig verloren. Bei der Ernährung der Betroffenen ist deshalb darauf zu achten, dass sie immer genug Nahrung und Flüssigkeit aufnehmen.
Dies gilt insbesondere dann, wenn der Demenzkranke zu starker Unruhe neigt und andauernd „auf Achse“ ist (z.B. ständiges Umherwandern, auch in der Nacht). Die vermehrte Bewegung kann den Kalorienbedarf stark erhöhen.
Essen wollen, aber nicht können
Wenn Demenzkranke bei Tisch das Essen verweigern, kann das viele Gründe haben. Ein „Nicht-Wollen“ ist in den seltensten Fällen die Ursache. Vielmehr bereiten den Patienten das mangelnde Hungergefühl, Schluckstörungen oder Magen-Darm-Beschwerden Probleme.Es kann auch sein, dass der Erkrankte Speisen nicht als solche erkennt oder schlicht vergessen hat, was er mit der ihm angebotenen Mahlzeit anfangen soll. Es hat sich außerdem gezeigt, dass bei Demenz Geruchs- und Geschmackssinn stark nachlassen. Was dem Gesunden gut schmeckt, kann für den Demenzkranken eine recht fade Speise sein.
So schmeckt es wieder
Angesichts dieser Einschränkungen verwundert es nicht, dass viele Demenzkranke die regelmäßigen Mahlzeiten vor allem als Last empfinden und gar aggressiv reagieren, da sie nicht verstehen, weshalb man sie ständig zum Essen auffordert.Was können pflegende Angehörige tun, um sicherzustellen, dass der Erkrankte immer genügend Energie und Flüssigkeit zu sich nimmt? Um das Essen und Trinken für den Demenzkranken attraktiver zu machen, gibt es einige hilfreiche Tricks und Kniffe:
- Ist der Erkrankte schon bei der Zubereitung der Speisen in der Küche dabei und darf vielleicht sogar mit anpacken, können die guten Gerüche (z.B. frisch aufgebrühter Kaffee oder Bratenduft) und das Hantieren mit den Lebensmitteln den Appetit anregen.
- Die Speisen für Demenzkranke ruhig stark würzen, allerdings vor allem mit vertrauten Gewürzen (z.B. Liebstöckel, Bohnenkraut, Rosmarin). Mit dem Salz dagegen sparsam umgehen, speziell bei Patienten mit Bluthochdruck.
- Viele Demenzkranke essen sehr gerne Süßspeisen, also nicht am Zucker sparen. Zuckerhaltige Limonaden helfen bei der Flüssigkeits- und Kalorienzufuhr.
- Gemeinsame Mahlzeiten erleichtern die Nahrungsaufnahme, da der Erkrankte sich das richtige Vorgehen von den anderen am Tisch abschauen kann.
- Bei Demenz gilt: Es ist wichtig, dass der Erkrankte isst. Tischmanieren haben keinen Vorrang. Wenn die Handhabung von Besteck nicht mehr funktioniert, vermehrt „Fingerfood“ anbieten; das sind kleine mundgerechte Happen, die der Erkrankte problemlos mit den Fingern essen kann.
Freitag, 27. April 2012
Entwurf für Pflegereform: Mehr Hilfe für Demenzkranke
Demenzkranke und ihre Angehörigen sollen mehr finanzielle Hilfen und andere Zuwendungen bekommen als bisher. Dafür soll das Gesetz zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung sorgen.
Leistungen
Für Demenzkranke wird die Pflegestufe 0 eingeführt. Sie erhalten 120
Euro im Monat, wenn sie von Angehörigen betreut werden und 225 Euro,
falls sie ambulante Pflegedienste nutzen. Auch die Leistungen für
Demenzkranke der anderen Pflegestufen werden erhöht: In der Pflegestufe I
bekommen Altersverwirrte statt 450 Euro künftig 665 Euro. In Stufe II
sind es 1.250 Euro statt 1.100 Euro. Das Pflegegeld für Bedürftige, die
sich von Angehörigen versorgen lassen, steigt in der Pflegestufe I von
bisher 235 Euro auf 305 Euro und in der Pflegestufe II von 440 Euro auf
525 Euro.
Angehörige
Pflegende Angehörige bekommen mehr Ansprüche. Bei der Rehabilitation
soll die Versorgung des Bedürftigen in unmittelbarer Nähe erfolgen.
Außerdem wird bei Inanspruchnahme von Kurzzeit- oder Verhinderungspflege
das Pflegegeld zur Hälfte weitergezahlt. Ab 14 Stunden Pflege pro Woche
können Angehörige diese Zeit rentenrechtlich wirksam machen. Dieser
Pflegeaufwand kann künftig auch durch die Pflege von zwei Bedürftigen
erreicht werden. Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige werden
stärker gefördert.
Pflegedienste
Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können sich die Betreuung durch
Pflegedienste flexibler einteilen. Statt der bislang vorgegebenen
Leistungen können Zeitkontingente vereinbart werden, die nach Bedarf für
unterschiedliche Leistungen eingesetzt werden können. Neben der
Grundpflege und hauswirtschaftlichen Betreuung bieten Pflegedienste
künftig auch eine Betreuung an, beispielsweise die Begleitung bei
Spaziergängen oder Verwandtenbesuchen.
Medizinische Versorgung
Ärzte und Zahnärzte erhalten höhere finanzielle Anreize für
Hausbesuche bei Patienten. Außerdem sollen Verträge zwischen Ärzten und
Pflegeheimen vermittelt werden, um die Versorgung der Bedürftigen in
Heimen zu verbessern.
Wohnen
Alternative Wohnformen werden gefördert, damit Pflegebedürftige so
lange wie möglich in häuslicher Umgebung leben können. Wer in einer
selbstorganisierten Wohngruppe lebt, erhält pro Monat pauschal 200 Euro
für eine Pflegekraft. Als Anreiz für die Gründung einer solchen
Wohngruppe gibt es eine Finanzspritze von 2.500 Euro pro Bedürftigem bei
maximal 10.000 Euro pro Wohngruppe.
Beschwerden
Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) wird zur
Einrichtung eines Beschwerdemanagements und zur Einhaltung von
Servicegrundsätzen verpflichtet.
Finanzierung
Damit die Reform bezahlt werden kann, wird der Beitrag zur sozialen
Pflegeversicherung zum 1. Januar 2013 um 0,1 Prozentpunkte angehoben.
Quelle: www. MDR Service
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